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Der Kranich

DatenAllgemeinesBrut u.BrutgebietRastplatzWinterquartier


  Der Kranich im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft  

 

Rast- und Ruheplatz Insel Ummanz / Rügen

Zug der Kraniche in Europa
Die europäischen Brutpopulationen ziehen auf unterschiedlichen Routen in ihre Winterquartiere. Der osteuropäischen Zugweg führt Kraniche aus Finnland, dem Baltikum, Polen und Westrussland über Ungarn nach Nordostafrika. Den westeuropäischen Zugweg nutzen Kraniche aus Mitteleuropa, Skandinavien sowie in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend auch aus den baltischen Staaten, aus Finnland und Weißrussland. Ihre Überwinterungsgebiete liegen in Frankreich, Spanien und zu einem geringen Teil in Nordafrika.
Der Frühjahrszug der Kraniche geht rascher und zielstrebiger voran als der durch wochenlange Rastperioden unterbrochene Zug im Herbst. Zwischen Mitte März und Anfang April legen 5000 bis 8000 Kraniche gleichzeitig in der Rügen-Bock-Region einen Zwischenstopp ein, bevor sie die Ostsee überqueren. Ein weiterer wichtiger Rastplatz für viele tausend Kraniche auf ihrem Zug nach Norden ist der Hornborgasee im schwedischen Västergotland.
Die Vögel fliegen oft viele hundert Kilometer pro Tag und überwinden Entfernungen von insgesamt mehreren tausend Kilometern auf dem Weg in ihre Winterquartiere und zurück.
Kraniche - Am Bodden

Überwinterung
Auf der westeuropäischen Zugroute überwintern heute etwa 65000 bis 70000 Kraniche in Spanien, 30000 in Frankreich sowie jeweils wenige tausend Vögel in Portugal und Nordwestafrika. Noch 1970 wurde Marokko als wesentliches Überwinterungsgebiet angesehen. Änderungen in der Landnutzung durch verstärkten Mais- und Reisanbau, milde Winter und verbesserte Schutzbedingungen an den Rastplätzen führten zur Verlagerung der Überwinterung nach Norden. Inzwischen verbringen bereits etwa 8000 Kraniche den Winter am Lac du Der Chantecoq im Nordosten Frankreichs. Weitere 22000 bleiben in Südwestfrankreich. In der Laguna de Gallocanta, einem flachen Salzsee in der Hochebene Nordostspaniens überwintern ca. 5000 Vögel. Hauptüberwinterungsregion ist zur Zeit mit etwa 50000 Kranichen die Extremadura in Westspanien. Dort suchen die Vögel in den "Dehesas", den lichten mediterranen Eichenwäldern, nach den Früchten der Stein- und Korkeichen. Diese traditionell genutzten Wälder sind das Ergebnis einer Jahrhunderte langen extensiven Landnutzung. Sie erinnern mit ihren durchschnittlich 40 bis 50 Bäumen je Hektar auf Weideland oder Getreide an eine weitläufige Parklandschaft. Den Winter verbringen Kraniche in kleinen sozialen Verbänden, als Fressgemeinschaften mit meist weniger als 50 Vögeln oder als Familienverband. Die Vögel öffnen die harte Schale der Eicheln mit dem Schnabel und fressen das etwas bitter schmeckende Fruchtfleisch. Auch die dunklen iberischen Hausschweine werden zu dieser Zeit zur Mast in die Eichenhaine getrieben.
Neben diesen traditionellen Nahrungshabitaten nutzen inzwischen bis zu 20000 Kraniche die intensiven Mais- und Reisanbauflächen im Gebiet von Navalvillar de Pela zur Nahrungssuche.
Eine gemeinsame Aufgabe
Kraniche sind heute überall durch Lebensraumzerstörung bedroht. Als wandernde Tierart können sie nur durch grenzübergreifende Konzepte, z.B. internationale Abkommen wie die "Bonner Konvention" (Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten), Gesetze und Zusammenarbeit, dauerhaft geschützt werden.
In Ost- und Südeuropa sowie in Nordafrika muss für den Schutz der Überwinterungsplätze gesorgt werden. Die Bemühungen um sichere Winterquartiere außerhalb Deutschlands beginnen bereits in Lothringen, wo kleinere Trupps häufig die kalte Jahreszeit verbringen. Die Bewahrung traditioneller Landnutzungen wie in den "Dehesas" und in Osteuropa ist angesichts der fortschreitenden Entwicklung einer intensiven Landwirtschaft eine gemeinsame, europäische Aufgabe.
Udarser Wiek - Insel Rügen

 

 

 

 

 

 

 

 

Kranichzug Kranichrast Kranichrastplatz Rastplatz Kranichküken Küken Hahn Henne Kranichhahn Kranichhenne Nistplatz Nest Kranichnest Nestflüchter Auewald Moor Bruchwald Bruchwälder Auewälder Vogelzug Insel Ummanz Bock Gellen Darßer Ort  Fischland Darß Hiddensee Neuendorf Born Nationalparkmuseum Nationalparkausstellung Ausstellung Mais Maisfelder Futterplatz Getreide Getreidefeld Formationsflug Flachwasserzone Beobachtung Beobachtungsplattform Aussichtspunkt  Aussichtspunkte Aussichtsplattform Flachwasserbereich

 
 

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